Romanistik

Die Romanistik beschäftigt sich sehr wissensspezifisch mit den Sprachen, die aus dem Latein hervorgegangen sind. Wichtige wissenschaftliche Betrachtungen richten sich auch zur Literatur und Kultur aus. Zu den Romanischen Sprachen gehört: das Französische, das Spanische, das Italienische, das Portugiesische oder das Rumänische. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche weitere Sprachen bzw. Dialekte. Die Frankoromanistik beschäftigt sich mit der französischen Sprache, der Literatur und Kultur Frankreichs und den französischsprachigen Ländern in den Kontinenten. Die hispanophone Welt umfasst das Ursprungsland Spanien und vor allem spanisch sprechende Länder Mittel- und Lateinamerikas. Auch in den USA oder in Teilen Afrikas wird teils in spanischer Sprache gesprochen. Vor allem auch die lateinamerikanischen Kulturen in Ländern wie Mexiko werden wissenschaftlich untersucht, da in Mittel- und Lateinamerika mehr Menschen spanisch sprechen, als in Spanien selbst. Die Kenntnis der spanischen Sprache ist sehr wichtig, um viele kulturelle Aspekte von weiten Teilen Amerikas zu erforschen. Man kann zum Beispiel einen Bachelorstudiengang Spanisch/Hispanistik belegen, um eine Qualifikation zum Spanischlehrer zu erhalten. Zu den wichtigen Fremdsprachen der Romanistik in Deutschland, gehört vor allem das Italienische. Die Italianistik ist in Deutschland ein populäres geisteswissenschaftliches Fach, das fundierte sprach-, literatur- und landeskulturelle Qualifikationen bietet. Italianistik kann auch als Nebenstudienfach belegt werden. Masterstudiengänge gibt es im Studienbereich Romanistik in vielfältiger Inhaltsform. Das Lernen der italienischen und spanischen Sprache, der Literatur und der Landeskunde ist in Deutschland bei den jungen und älteren Menschen seit Jahren überaus beliebt, so dass sich auch Berufschancen außerhalb des schulischen Bereichs auftun, zum Beispiel im ausländischen Sprachkurstourismus.

Forschungs- und Lehrangebote gibt es innerhalb der Romanistik auch für die portugiesische Sprache, so kann man zum Beispiel Bachelor- und Masterstudiengänge (B.A./M.A.) in Portugiesischer Philologie oder für Regionalstudien Lateinamerikas absolvieren. An der Universität in Köln kann man zum Beispiel auch in Lusitanistik und Brasilianistik promovieren. Wer sich für die rumänische Sprache und Kultur interessiert, kann zum Beispiel an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M. einen Magisterstudium mit Haupt- und Nebenfach absolvieren. Auch regionale Sprachen wie das Katalonische kann man teilweise als Studienschwerpunkt belegen, zum Beispiel an der Freien Universität in Berlin. Institute für Romanistik gibt es unter anderem in: Bremen, Hamburg, Potsdam, Jena, Münster, Bonn, Mainz, Freiburg oder München. Darüber hinaus bieten viele Hochschulen Intensivkurse für die Sprachen an. Ebenso gibt es zahlreiche Möglichkeiten an Austauschprogrammen teilzunehmen und an universitären Auslandslehreinrichtungen zu partizipieren.