Umweltmedizin

Die Umweltmedizin ist eine junge Medizindisziplin, die sich generell in zwei Bereiche gliedert, der präventiven und klinischen Umweltmedizin. Es gibt viele Formen von negativen Umwelteinflüssen, die sich zum Beispiel durch die Natureinflüsse zeigen. Viele Umweltschaftstoffe betreffen auch das Wohnumfeld, den Arbeitsplatz oder die Lebensmittel. Auch Konsumprodukte, die zum Beispiel Kinder konsumieren, sind immer mehr in den Fokus der Verbraucherschützer gekommen, die vielfältige Umweltgifte in den Produkten ausmachten. Auch können Umweltfaktoren wie Lärm oder Elektrosmog zu nachhaltigen Gesundheitsproblemen führen, zum Beispiel bei Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Migräne. In den letzten Jahren widmet sich die Umweltmedizin immer mehr den kausalen Faktoren, die zum Beispiel allergische Krankheiten, psychosomatische Krankheitsbilder oder schwere chronische Erkrankungen wie Bronchitis auslösen. Vor allem auch die Haut ist als darstellendes Organ häufig betroffen, ebenso die Sinnesorgane wie Augen und Ohren. In die Umweltmedizin spielen vor allem auch Disziplinen wie die Baubiologie oder auch die Ernährungsberatung mit ein. Umweltgifte, die vielschichtige negative Auswirkungen haben, kennt man zum Beispiel auch in der Zahnmedizin, wo Füllstoffe wie Amalgam eingesetzt wurden.

Der Bereich der Umweltmedizin gilt als ein sehr zukunftsträchtiger Medizinbereich, da man bei langfristigen Forschungen nach Giften und flankierenden Körperreaktionen in vielen Bereichen erst am Anfang steht. In Deutschland können Mediziner nach dem Studium eine Facharztausbildung zum Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin machen. Die Weiterbildung dauert fünf Jahre. Alternativ kann man auch eine Weiterbildung als Facharzt für Umweltmedizin anstreben. Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung ist eine Anerkennung als Facharzt in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung oder 48 Monate Weiterbildung in den Gebieten. Zu den vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalten zum Facharzt der Umweltmedizin gehören Themen wie: Umwelttoxikologie, Umweltepidemiologie mit Risikoabschätzung, Strahlung, Lärm, Wetter, Klima, Boden, Wasser und Abwasser sowie umweltmedizinischen Bildungen bei der Prävention, Diagnose und Therapie. Auch Aspekte des Umweltschutzes in der Klinik oder Praxis werden vermittelt. Grundsätzlich beinhaltet die Fachmedizin, die medizinische Betreuung von Patienten in Verbindung mit allen Umweltfaktoren.