Segelflugzeuge

Das Segelfliegen ist eines der schönsten Hobbys im Luftsport. Das Segeln mit und ohne Wind gegeistert viele Menschen, vor allem auch wegen dem lautlosen Gleiten durch die Lüfte. Segeln ist auch ein Gemeinschaftssport, der viele soziale Komponenten in den Vereinen würdigt. Segelflugzeuge können bei gutem Wetter fast immer fliegen. Die Segelflugzeuge brauchen nicht unbedingt Wind zum Segeln. Sie werden durch den Windenstart oder als Motorschlepp in die Luft transportiert und suchen sich dann kreisend die Thermiken aus, die sie in die Höhe bringen. Motorsegler können auch eigene Starts durchführen. Die durch die Sonne erwärmte Luft ermöglicht es, die Segelflieger in die Höhe zu bringen. Von Thermik zu Thermik kann das Segelflugzeug über längere Strecken fliegen. Es gibt auch Segelflugzeuge, die einen Motor haben und sehr gute Gleiteigenschaften aufweisen. Das Gleitverhältnis der modernen Segelflugzeuge zeigt das Verhältnis von Höhenverlust und Wegstrecke an. Segelflugzeuge können bis zu 60 Kilometer mit einem Höhenverlust von rund einem Kilometer zurücklegen. Die Segelflugzeuge gehören in Deutschland einer eigenen Luftfahrzeugklasse an. Segelflugzeuge verlangen nach einer komplexen Konstruktion, die auch nicht zu leicht sein darf. Einige Flugzeuge haben Ballasttanks, die die Flugeigenschaften variabel gestalten. Die Segelflugzeuge müssen auch stabil Gleiten können und trotzdem sehr gute Steuerungseigenschaften haben. Vor allem zum Kreisen in der Thermik müssen die Segelflugzeuge sehr wendig gebaut sein. Typisch für die Segelflugzeuge sind die großen Tragflächen, die sehr stabil gebaut sein müssen. Die Segelflugzeuge sind heute so gebaut, dass sie auch Landungen außerhalb der normalen Landefläche überstehen können.

Staatliche Luftfahrscheinprüfungen für Segelflugführer gliedern sich in theoretische und praktische Ausbildungsinhalte, die durch A-C-Prüfungen strukturiert sind. Fliegerische Fähigkeiten müssen hier nachgewiesen werden, um für die staatlichen Prüfungen zugelassen zu werden. Ab dem 14. Lebensjahr können Segelflugführerscheine gemacht werden. Ein positives fliegerärztliches Attest muss zu Beginn vorgelegt werden. Man kann in Vereinen oder gewerblichen Flugschulen eine Ausbildung machen, die unterschiedlich lang dauern kann, je nach Ausbildungsmöglichkeiten. Wer kein eigenes Flugzeug kaufen kann, findet in den hunderten von Vereinen die Möglichkeit zu fliegen. Vor allem für jüngere Menschen bieten die Vereine eine Chance am Segelflugsport teilzuhaben. In Deutschland ist der gemeinnützige Dachverband für die Luftsportler, der DAeC-Deutscher-Aero-Club, die zentrale Luftsportinstanz. Der Verband hat seinen Sitz in Braunschweig. Hier kann man sich nach Mitgliedsvereinen oder nationalen und internationalen Segelflugregelungen erkundigen. Informationen gibt es auch zu den Themen Breiten- und Spitzensport. Es gibt hier verschiedene internationale Wettbewerbsklassen, die nach Faktoren wie Spannweiten oder Flächenbelastungen untergliedert sind. Die Regelungen gibt u.a. der internationale Luftfahrtverband “Fédération Aéronautique Internationale”, mit Sitz in Lausanne vor.