Berufsbilder

Das Recht auf freie Berufswahl ist eines der höchsten Grundrechte in den Demokratien. Je nach europäischen Land sind die Berufe mit bestimmten Regulierungen verbunden. Diese werden in der Regel über Qualifikationsnormen definiert. Es gibt Berufe die mit sehr starken Standesregeln verbunden sind, dies gilt unter anderem für Rechtsanwälte, Ärzte oder Handwerker. Auch die Beamtenberufe sind von Land zu Land unterschiedlich genormt. In der Regel endet eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium mit einer offiziellen Zulassung, ein Beispiel dafür ist der Meisterbrief bei den Handwerkern. Unsere europäische Wirtschaft ist auch geprägt von der Niederlassungsfreiheit. Jeder europäische Bürger darf seinen Beruf in Europa ausüben und sich in jedem Land niederlassen. Diese Niederlassungsfreiheit ist sehr bestimmend in der Berufswahl, gerade für die jüngere Generation, die neue kulturelle Eindrücke gewinnen will. Die Berufsbilder in der Industrie sind geprägt von der internationalen Zusammenarbeit. Viele Herstellungsprozesse sind global vernetzt. In den letzten drei Jahrzehnten sind vor allem die Dienstleistungen stark gestiegen. Es gibt heute viele Dienstleistungsberufe, die in den 70er und 80er Jahren noch unbekannt waren. Vor allem Berufsbilder in den Neuen Medien werden auch die Zukunft bestimmen.

Welches Berufsbild zur Person passt ist eine Frage der individuellen Lebensplanung und der ethischen Vorstellung. Bei den unterschiedlichen Berufsbildern ist es heute wichtig sich richtig zu informieren. Viele Berufsbilder entsprechen heute nicht mehr den landläufigen Vorstellungen von Arbeitsabläufen. Vor allem im High-Tech-Bereich gibt es eine Vielzahl von sehr selektiven Prozessabläufen, die besondere Qualifikationen erfordern. Generell ist eine Professionalisierung in allen Berufsbildern zu erkennen. Zu dieser gehört auch die permanente Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung. Viele neue Berufsbilder erfordern eine bestimmte erworbene Berufsreife, die nicht nur mit der ersten beruflichen Qualifikation erworben werden kann.

Viele der Berufe sind auch geprägt von einer bestimmten ethischen Haltung. Je nach persönlichen Vorstellungen können diese mehr oder weniger sozial ausgeprägt sein. In vielen Berufsbildern findet man hauptsächlich ein bestimmtes Geschlecht. So sind Frauen zum Beispiel fast ausschließlich im Berufsbild der Arzthelfer(innen) zu finden, während man fast nur Männer bei den Berufssoldaten findet. Diese geschlechterspezifischen Berufsbilder werden aber immer weniger und in fast allen Berufen sind heute keine geschlechterspezifischen Zugangsbarrieren mehr zulässt.

Es gibt viele unterschiedliche Wege sich über die Berufsbilder zu informieren. Oft ist es von Vorteil, wenn man den Beruf in der Praxis vorab kennenlernen kann. Viele Unternehmen bieten heute die Möglichkeit eines zeitlich beschränkten Arbeitens. Vor allem auch die IHK’s bieten zusammen mit den Agenturen für Arbeit zahlreiche Angebote an. Viele Berufsbilder werden erst für die Interessenten transparent, wenn man sie in der Berufspraxis kennenlernt. Traine-Programme oder Praktika eignen sich hervorragend, um sich in den Berufen zu orientieren. In vielen Berufen werden nicht nur schulische Qualifikationen verlangt, sondern spielen auch die persönliche Eignung eine besondere Rolle. Soziale Kompetenz und andere weiche Faktoren spielen für die Unternehmen eine wichtige Rolle. Man kann sich heute bei vielen öffentlichen und privaten Beratungseinrichtungen über die Zugangsnormen informieren und sich gezielt auf die Bewerbungen vorbereiten. Auch im Internet gibt es viele Informationsseiten, die Profiltests anbieten. Man kann sich so vorab testen, ob man die Qualifikationen erfüllt oder nicht. Besser ist es immer sich professionell beraten zu lassen und von den externen Erfahrung zu profitieren.

Mediengestalter

Das Berufsbild des Mediengestalters erfreut sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Vor allem das kreative Moment macht den Beruf für viele junge Leute interessant.